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ÖDP sichert landesweiten Wahlantritt mit 13 Direktkandidatinnen und Direktkandidaten

Sachsenweit wird die ÖDP auf den Bundestagswahlstimmzetteln stehen. Neben einer Landesliste treten die Ökodemokraten in 13 von 16 Wahlkreisen mit Direktkandidaten an. Damit wurde der beste Wahlantritt der jungen Historie realisiert. Auch dank Tausender Unterstützungsunterschriften.

Sachsenweiter ÖDP-Wahlantritt

Kamenz. Der Landesverband Sachsen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) wird am 26. September in ganz Sachsen auf den Stimmzetteln der Bundestagswahl stehen. Die Mitglieder mussten dafür landesweit 500 sogenannte Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Mitbürgerinnen und Mitbürgern sammeln. Dieses Quorum konnte dank engagierter Gespräche in den Fußgängerzonen und Grünanlagen des Freistaats deutlich übertroffen werden.
„Wir sind erleichtert, diese Hürde nun gemeistert zu haben“, kommentiert der Landesvorsitzende Dirk Zimmermann. „Das Sammeln ist jedes Mal ein großer Aufwand. Und das in der Vorwahlzeit, in der man ohnehin schon viel zu organisieren hat.“ „Das eine oder andere inspirierende Gespräch entschädigt aber für die investierte Freizeit“, ergänzt Dipl.-Ing. Markus Taubert, der in Dresden Unterschriften sammelte. Die Menschen seien offen für die Kernthemen der ÖDP: Postwachstum und Gemeinwohlökonomie. „Egal ob Jung oder Alt, die Leute kommen ins Grübeln, wenn man ihnen sagt, dass unendliches Wirtschaftswachstum nicht für immer mit den limitierten Ressourcen unseres Planeten zusammenpasst. Sie stellen kluge Fragen und ein Großteil kommt wie wir zu der Überzeugung, dass hier korrigiert werden muss. Sie unterschreiben dann gerne für unseren Wahlantritt.“

„So leicht war das nicht von Anfang an“, erinnert sich Sebastian Högen. Der sächsische ÖDP-Spitzenkandidat koordinierte die Sammelaktionen. Die Coronalage habe es ungemein erschwert, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Der Bundestag reduzierte zwar die erforderliche Unterschriftenzahl auf 25 % des sonst Üblichen, die Entscheidung kam aber viel zu spät, meint Högen: „Auf den Widerspruch von Kontaktbeschränkungen und zugleich Tausenden Gesprächen mit Passanten haben wir schon im Herbst hingewiesen. Die Absenkung wurde letztlich nur beschlossen, um dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zuvorzukommen.“ Die ÖDP hatte dort eine Reduzierung des Quorums gerichtlich durchsetzen wollen.

Trotz aller Hindernisse liegen die unterschriebenen und bestätigten Formulare nun beim Landeswahlleiter, der die Ökodemokraten somit offiziell zur Wahl zulassen konnte. Sie stehen nach 2017 nun zum zweiten Mal auch auf den sächsischen Stimmzettel.

Besonders stolz ist man auf die zahlreichen Direktkandidatinnen und Direktkandidaten, für die zusätzlich Unterschriften gesammelt werden mussten. In 13 der 16 sächsischen Wahlkreise bewerben sich zum Beispiel Eisenbahner, Lehrer, Hartz-IV-Empfänger, Imker, Ingenieure und Sozialarbeiter um Erststimmen. Damit ist der mit Abstand erfolgreichste Wahlantritt der ÖDP Sachsen gelungen. Der Dresdner Direktkandidat Taubert ist sich sicher, auch am Wahlabend eine neue Bestmarke setzen zu können: „Die Themen, die die ÖDP schon seit Jahrzehnten besetzt, sind heute aktueller denn je. Die Leute sind auf unserer Seite. Jetzt kommt es nur noch darauf an, den vielleicht 8 % oder 12 %, bei denen die ÖDP oben im Wahl‑O‑Mat auftaucht, klar zu machen, dass wir zusammen mehr als 5 % sind.“

V.i.S.d.P.
Markus Taubert

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