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Konsequenzen aus dem Waldbrand im Elbsandsteingebirge gefordert

Da ein Brand den im Wald gespeicherten Kohlenstoff freisetzt, möchte die ÖDP angesichts immer häufigerer Waldbrände, dass Aufforstung nicht mehr zur Kompensation von Treibhausgasemissionen genutzt werden darf. Dafür sein die Klimaentlastungswirkung nicht langfristig genug gesichert.

Aus Waldbränden lernen: Aufforstung zu unsicher für Klimakompensation.

Vor dem Hintergrund der dramatischen Bilder des Waldbrands im Elbsandsteingebirge fordert die Ökologisch-Demokratische Partei Sachsen ein Umdenken über die Rolle des Waldes für den Klimaschutz.
„Wenn ein Nationalpark brennt, löst das bei uns Schmerz und Hilflosigkeit aus,“ sagt Markus Taubert, Vorsitzender der ÖDP Dresden und weiter: „Alles, was uns bleibt, ist von Herzen kommender Dank an alle Einsatzkräfte, die jetzt schon seit einer Woche am Limit sind, und für die überregionalen und internationalen Hilfeleistungen.“ Leider müsse man sich angesichts des Klimawandels wohl daran gewöhnen, dass es immer öfter in Wäldern brenne.
Die ÖDP weist daher auf einen Konflikt hin: Immer öfter wird im Namen des Klimaschutzes aufgeforstet. Das ist unbedingt begrüßenswert, da sich entwickelnde Wälder CO2 aufnehmen und speichern können. Werden für diese Klimaentlastung jedoch Zertifikate ausgestellt und verkauft, mit denen Treibhausgasemissionen aus Industrie und Landwirtschaft schöngerechnet werden, dann macht ein Waldbrand dieses Nullsummenspiel zunichte. Die Zertifikate sind dann längst verkauft und in die Bilanzen künstlich klimaneutraler Produkte eingeflossen; ihr Gegenwert geht aber in Flammen auf.
In den Augen der Ökodemokraten ist die Aufforstung klimaangepasster, naturnaher und artenreicher Wälder dringend erforderlich und zu intensivieren. Die damit verbundene Klimaentlastung soll jedoch nicht auf andere Emissionen angerechnet werden dürfen. „Dafür ist die Speicherwirkung des Waldes zu unsicher.“

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